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International Manufacturing Strategy Survey Drucken

Das 1992 ins Leben gerufene IMSS-Projekt lief mittlerweile in der vierten Runde. Mehrere hundert Firmen aus über 20 Ländern wurden 1992, 1996/97, 2001 und 2005 von einem internationalem Konsortium aus Forschern zahlreicher renommierter Universitäten weltweit befragt und untersucht.

Die Notwendigkeit einer permanenten Weiterentwicklung von industriellen Praktiken ist auf verschiedene Entwicklungstendenzen zurückzuführen. Erstens führt die Globalisierung des Wettbewerbs zu einem erhöhten Druck auf die nationalen Industrien und fordert sie auf, ihre Strategien und Praktiken zu verändern. Zweitens verbessern bereits bestehende technologische und organisatorische Methoden die Möglichkeiten für eine flexible und kosteneffiziente Herstellung von Qualitätsprodukten. Die Bereitschaft und Fähigkeit, solche Methoden anzuwenden, ist für die nationale Konkurrenzfähigkeit extrem wichtig. Drittens sind aufkommende soziale und ökologische Ansprüche Gründe für die zunehmende Veraltung traditioneller, technologischer und organisatorischer Verfahren. Kurzum, Produktionsunternehmen werden mit zahlreichen und ernstzunehmenden Herausforderungen konfrontiert, so dass wir als Forscher die Art und Qualität der Reaktionen der Fertigung unter verschiedenen nationalen und industriellen Blickpunkten verstehen müssen.

Um die wissenschaftliche Gemeinschaft mit solchen Informationen zu versorgen, wurde ein Projekt zur Untersuchung der internationalen Fertigungsstrategien entwickelt. Das Ziel dieses Projektes ist es, weltweit Fertigungsstrategien und -methoden in Industrienationen zu erforschen. Der Beweggrund für dieses Projekt ist, vergleichende Analysen von Fertigungsstrategien in der Branche Maschinenbau/Montage (ISIC 38) zu ermöglichen und in diesem Zusammenhang bestimmte Hypothesen zu analysieren. Die erste Stufe dieses Projektes (IMSS-I) wurde im Zeitraum von 1992-94 mit der Beteiligung von über 20 führenden Institutionen und 600 Unternehmen in 20 verschiedenen Ländern durchgeführt und abgeschlossen. Die zweite Stufe (IMSS-II) wurde im Zeitraum von 1996-98 unter Mitwirkung von 25 führenden Institutionen und 703 Unternehmen in 23 verschiedenen Ländern durchgeführt. Die dritte Runde des Projektes (IMSS-III) wurde von 2000 bis 2002 mit Beteiligung von 15 führenden Institutionen und 585 Unternehmen in 17 unterschiedlichen Ländern durchgeführt. Die vierte Runde (IMSS-IV) wurde Anfang 2006 abgeschlossen. 711 Betriebe aus 23 unterschiedlichen Ländern nahmen daran teil.

Das Industrieseminar der Universität Mannheim ist der deutsche Partner des IMSS Universitätsnetzwerkes. Wir haben die Datenerhebung und Datenanalyse für den deutschsprachigen Teil des Projektes in allen vier Stufen der Studie betreut und durchgeführt. Im Laufe der Jahre entstanden mehrere Artikel, Buchkapitel und Doktorarbeiten aus diesem Projekt. Hier sind einige Beispiele:

Entstandene Publikationen des Industrieseminars

Milling, Peter and Jürgen Hasenpusch: Innovation Strategies and the Business-Manufacturing Interface, in: Roland van Dierdonck and Ann Vereecke (eds.): Crossing Borders and Boundaries: The Changing Role of Operations, Ghent 2000, pp. 423–430.

Größler, Andreas: Mapping Bounded Rationality in Manufacturing: A Study Based on the International Manufacturing Strategy Survey, in: Kate Blackmon et al. (eds.): What Really Matters in Operations Management, Bath 2001, Vol. 1, pp. 25–45.

Hasenpusch, Jürgen: Strategiekonsistenz in Geschäftseinheit und Fertigung, Frankfurt am Main 2001.

Milling, Peter and Jürgen Hasenpusch: Strategiekonsistenz in Geschäftseinheit und Fertigung – Angleichung der Strategien als Voraussetzung für den Erfolg industrieller Unternehmen?, in: Volker Lingnau and Hans Schmitz (eds.): Aktuelle Aspekte des Controllings, Heidelberg 2002, pp. 143–163.

Größler, Andreas: Management in a Loop – Experiences with (Non-)Participants of the International Manufacturing Strategy Survey and First Results from the German Sample, in: John K. Christiansen and Harry Boer (eds.): Operations Management and the New Economy, Copenhagen 2002, Vol. 1, pp. 639–649.

Größler, Andreas: Development of Perceived Complexity in Manufacturing – A Longitudinal Study Based on the International Manufacturing Strategy Survey (IMSS), in: Luk N. Van Wassenhove et al. (eds.): Operations Management as a Change Agent, Fontainebleau 2004, Vol. 2, pp. 175–178.

Größler, Andreas: The Development of Strategic Manufacturing Capabilities, in: Kepa Mendibil and Alina Shamsuddin (eds.): Moving Up the Value Chain, Glasgow 2006, Vol. 2, pp. 251–259.

Größler, Andreas, André Grübner and Peter Milling: Organisational Adaptation Processes to External Complexity, in: International Journal of Operations and Production Management, Volume 26, Number 3, 2006, pp. 254–281.

Größler, Andreas and André Grübner: An Empirical Model of the Relationships between Manufacturing Capabilities, in: International Journal of Operations and Production Management, Volume 26, Number 5, 2006, pp. 458–485.

Moos, Christoph: Der Beitrag von Fertigungsstrategien zur Marktorientierung industrieller Unternehmen, 2006 (forthcoming).

Grübner, André: Bewältigung marktinduzierter Komplexität in der industriellen Fertigung, 2006 (forthcoming).

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 10. Juli 2007 )